NR Ewald Sacher

Obmann des NÖ Kulturforums


Nationalrat Ewald Sacher ist Obmann des NÖ Kulturforums seit 2004. Ewald Sacher, 1949 in Krems geboren und beheimatet, ist seit seiner Jugend selbst kulturell und künstlerisch engagiert. Seine berufliche Laufbahn ist die Basis für eine reiche Erfahrung im öffentlichen Leben, in der Sozialpolitik und insbesondere im Kulturgeschehen Niederösterreichs. Nach der Matura an der Handelsakademie und einem Jahr in der Privatindustrie entschied er sich für die Lehrerlaufbahn. Er absolvierte die Pädak in Krems und legte eine Reihe weiterer Lehramtsprüfungen für Pflichtschulen, insbesondere Deutsch, ab. In seinen Haus- und Diplomarbeiten beschäftigte sich Sacher z. B. mit dem Thema "Der Lehrer in der musikalischen Volksbildung" oder dem Parzival-Thema im Zuge eines Vergleichs von Wolfram von Eschenbachs Epos und der Wagner-Oper. Dabei fand er auch bis heute aufrechte künstlerische Kontakte zu in der Lehrbildung wirkenden Künstlern, etwa dem Maler Josef Tobner und den Musikern Haselböck oder Endelweber. Diese und vor allem der frühe Kontakt zum Kulturreferenten des Landes, Leo Grünzweig, zu Dr. Franz Slawik und Dr. Kurt Preiß, den Begründern des NÖ Kulturforums, prägten sein kulturelles Engagement. Dieses fand auch Eingang in seine politische Arbeit, die ihn von der Gründung einer SLÖ-Studentengruppe an der Pädak Krems 1970 von der Kommunalpolitik in der Stadt Krems (Vizebürgermeister von 1983 bis 2000) über die Landespolitik (Mitglied des Landtages von 1993-2008, 1999 bis 2003 Klubobmann der SPÖ, 2003 bis 2008 2. Landtagspräsident) bis in die Bundespolitik (Nationalratsabgeordenter seit Oktober 2008) führte. In seine kommunalpoitische Amtszeit in Krems fiel etwa die Gründung der Kunsthalle, die er als Vizebürgermeister und Baureferent der Stadt Krems auch gegen politische Widerstände wesentlich mittrug, aber auch die Vorbereitung der heutigen Donauuniversität in der früheren Tabakfabrik Stein. Zeichen setzte Sacher als Referent für Bauen und Stadtplanung in der Schaffung eines Gestaltungsbeirates für Krems, in der Berufung eines diesbezüglichen Fachmannes als Baudirektor (Dr. Wolfgang Krejs), was eine behutsame, aber bemerkenswerte und weithin anerkannte Öffnung zur zeitgenössischen Architektur und Stadtbildgestaltung (Neugestaltung Bahnhofplatz, Architekt Boris Podrecca)brachte, von der Krems heute noch profitiert. Dabei lernte Ewald Sacher auch, Widerstände durch Überzeugungsarbeit und gute Argumente zu überwinden, wofür ihm über alle Parteigrenzen hinweg bis heute Anerkennung gezollt wird. Mit dem NÖ Kulturforum setzt Ewald Sacher, ehemals Kultursprecher der SPÖ im Landtag, den erfolgreichen, aber oft steinigen Weg offener, basisorientierter, demokratischer und nicht immer konformer Kulturpolitik fort, der vor einem Dritteljahrhundert von Leo Grünzweig, Franz Slawik, Kurt Fuß, Gotthard Fellerer und anderen Engagierten eingeschlagen wurde. "Kunst und Kultur sind so wie die Bildung ein Kernanliegen der Sozialdemokratie. Eine soziale, demokratische Gesellschaft wäre ohne Bildung, Kunst und Kultur unvollständig, unbefriedigend und ungerecht!"


Prof. Gotthard Fellerer

"Kultur-Guru"



Gotthard Fellerer wurde in Baden geboren, lebt und wohnt in Wiener Neustadt, wirkt als Künstler aber über jegliche Grenzen hinaus. Als regelrechter "Kultur-Guru" ist er in allen Sparten vertreten, besticht nicht nur als bildender Künstler, sondern auch als Musiker, Literat, Grafiker, Ausstellungsgestalter, Kulturphilosoph und -kritiker.
Fellerer unterichtete an der Wiener Kunstschule und lehrt heute noch an der Akademie der bildenden Künste, Wien. Neben seiner Teilnahme an über 100 Austellungen- und Ausstellungsbeteiligungen hat Fellerer über 300 Ausstellungen organisiert, zudem war er an der Gründung einer Reihe von Kunst- und Kulturvereinen beteiligt, so etwa Podium, Kunst-Kongret, Kunstverein Süd-Ost (dessen Obmann er ist) oder des NÖ Kulturforums.
Weiters hat Gotthard Fellerer bislang über 150 Veröffentlichungen publiziert. Zuletzt erschien seine CD "Kaffeehausgespräche". Fellerer geht es stets um Mehr-, nie um Eindimensionalität, weshalb der ehemalige Leiter der Kultur- und Literaturabteilung des ORF Burgenland, Dr. Günter Unger, über den Künstler konstatierte: "Gotthard Fellerer versteht es, Manager und Mönch zugleich zu sein. Und in beiden Bereichen ist er maß-los. Was heißen will, dass er die Grenzen des Konventionellen negiert, oder zumindest missachtet. Das kann man einerseits in den zahlreichen, von ihm veranstalteten Ausstellungen und Aktionen höchsten Anspruches nachprüfen, andererseits in seinen Bildern anschauen und nachempfinden."


Kunst bedeutet für mich...

Weiterführen und Ergänzen der visuell erfahrenen Realität, das heißt, die Offenlegung des nicht Sichbaren. Kunst ist jenes dynamische Prinzip, das am meisten zur inneren und äußeren Befreiung des Menschen beiträgt:
Wir schauen sie, doch sehen wir sie nicht - sie ist unsichtbar. Wir hören sie, doch horchen wir sie nicht - sie ist nicht horchbar. Wir ertasten sie, doch sie ist untastbar. Ihre Vielheit schöpft sie aus jener Einheit des Seienden, welche das Unwägbare mit dem Wägbaren verbindet."

Kulturpolitik muss...

"alle Möglichkeiten von Hochkultur wahrnehmen und fördern, muss die Ambitionen der Basiskultur unterstützen, deren Verbindlichkeiten offen legen - denn das Eine bedingt immer das Andere."

Das NÖ Kulturforum...

"wurde gegründet, um die Basiskultur in Niederösterreich zu stärken und Hochkultur, durch Berücksichtigung aller Möglichkeiten, unter die Leute zu bringen."